Heute
lag eine Langstreckenetappe vor uns, die abgesehen von einem Cache auch
unterwegs keine Höhepunkte zu bieten hatte. Wir kamen
zügig voran. Also
konnten
wir kurz vor unserem Tagesziel Karratha noch einen Abstecher in die
Hafenstadt
Dampier machen. Dort ist ein Cache versteckt, den wir schon von Anfang
an auf
unserer Wunschliste hatten: ein Plüschtiercache,
für den sich Tina
extra von
einem ihrer Plüschtiere getrennt hatte. Der Cache war leicht
zu finden.
Der Ort
bot außer endlosen Salzfeldern und -bergen keine
Höhepunkte.
Also
steuerten wir unser Tagesziel Karratha an, wo wir im Hotel ziemlich
lange
warten mussten, bis man mit unserem vorausbezahlten Voucher klarkam.
Dafür
erhielten wir aber eine super Suite, die, abgesehen vom extra
Schlafzimmer,
sogar über eine Waschmaschine und einen
Wäschetrockner verfügte. Dass
diese
Geräte ordentlich Arbeit bekamen, versteht sich von selbst.
Wir
fuhren erst einmal zum Supermarkt, um unsere Vorräte
aufzufüllen. Auf
dem Weg
dahin sprach uns die junge Frau von der Rezeption noch einmal an. Sie
wollte
wissen, ob wir zufällig mit einer Erika Lubke aus Perth
verwandt sind.
Soviel
wir wissen nicht, aber für uns Anlass genug, die
Telefonbücher hier
nach
Namensvettern zu durchstöbern. Auf alle Fälle scheint
es unseren Namen
in
Australien häufiger zu geben als in Deutschland! Eine
mögliche Ursache
hierfür
dürften aber alle ausgewanderten Lübkes sein, die ihr
„ü“ nicht
mitnehmen
konnten.
Nachdem
wir dann endlich auch noch bei McDonalds unsere leckeren Deli Rolls
verzehrt
hatten (schade, dass es die in Deutschland nicht gibt), bekam ich
Appetit auf
ein Bier. Also gingen wir noch einmal zum Supermarkt, wo die
alkoholischen
Getränke in einem extra Laden verkauft werden. Vor dem Laden
hielt sich
eine
größere Anzahl teils angetrunkener Aborigines auf.
Während ich im Laden
nach
einer geeigneten Biersorte suchte, versuchte einer von ihnen ebenfalls
Einlass
zu erhalten, wurde aber von der Verkäuferin und dem sofort
herangeklingelten
Wachdienst schroff des Ladens verwiesen.
Zum
Mittag legten wir einen kurzen Stopp in Port Headland ein. Port
Headland ist
wie Dampier ein Hafen mit kleinem Städtchen drumherum, nur
dass hier
nicht
Salz, sondern Eisen und Eisenerz verschifft werden. Die ganze Stadt
sieht
dementsprechend aus. Alles ist rostbraun, ein eigenartiger Anblick.
Auch
in Port Headland gab es einen Cache zu heben.
Am
Nachmittag rasteten wir noch am De Grey River, einem der wenigen, um
diese
Jahreszeit noch Wasser führenden Flüsse.
Natürlich war auch hier ein
Cache
versteckt.
Den
Rest des Tages bis zum Einbruch der Dunkelheit verbrachten wir auf der Straße, um
unserem
nächsten Ziel, Broome,
so nahe wie möglich zu kommen.
Wir
übernachteten wieder auf einem
campinggeeigneten Parkplatz. Bevor wir in die Betten fielen,
bewunderten wir
noch den traumhaften Sternenhimmel – so viele Sterne hatten
wir noch
nie
gesehen. Was für ein großartiger Anblick.