Mittagessen
gab es dann gegenüber bei Mc Donalds. Für uns
insofern günstig, als die
meisten
Restaurants dieser Kette in Australien über drahtlose
Internetzugänge
verfügen.
So konnten wir gleich die Post erledigen und versuchsweise unsere
nächsten
Hotels per Internet vorreservieren.
Anschließend
mussten wir natürlich die beiden Tanks unseres Autos wieder
füllen.
Leider
hatten wir bei unserem Einkauf am Vormittag wohl den falschen Laden
erwischt,
denn wenn man einen Bon aus dem Partner-Supermarkt der Tankstelle
vorlegen
kann, gibt es in Australien häufig beachtliche Rabatte.
Offenbar sah
ich so
Mitleid erregend aus, oder es ist wirklich extrem ungehörig
keinen
entsprechenden Bon vorweisen zu können, jedenfalls holte die
junge Frau
an der
Kasse extra einen gebrauchten Kassenzettel aus dem Papierkorb, was uns
immerhin
reichlich 10 Dollar Ersparnis brachte.
Da
Broome uns nun offensichtlich nichts weiter zu bieten hatte,
beschlossen wir,
kurzerhand weiterzufahren. Jede Stunde, die wir heute auf der
Straße
verbrachten, stand uns schließlich in der Zukunft
zusätzlich für
Anderes zur
Verfügung.
Wir
schafften noch 180 km bis nach Derby. Hier gab es zwar kein Best
Western Hotel,
in dem wir unsere Gutscheine hätten benutzen können,
aber wir brauchten
dringend eine Dusche und ein richtiges Bett. An jeder Ecke bieten hier
Motels
preiswerte Zimmer an, also probierten wir unser Glück im Boab
Inn,
einem der
größten und dem mit der meisten Werbung; sogar im
Radio hatten wir
Werbung gehört.
Uns schwebte ein Familienzimmer in der Preisklasse 50 bis 60 Dollar
vor. Leider
war ein solches Zimmer nun aber nicht mehr zu haben. Zwei Doppelzimmer
für
insgesamt 90 Dollar waren aber noch frei, angesichts der vielen anderen
Motels
und des im Ort vorhandenen großen und einigermaßen
modernen
Campingplatzes war
mir das dann aber doch zuviel. Als ich mich anschickte zu gehen, waren
aber auf
einmal doch noch 30 Dollar Preisnachlass drin und zwei Doppelzimmer
für
insgesamt 60 Dollar waren alles andere als teuer. Beide Zimmer lagen
auch
nebeneinander und waren durch eine Tür verbunden.
Wir
drehten zuerst ein paar Runden im Pool und fuhren dann noch zum Boab
Prison
Tree. Im ausgehöhlten Stamm dieses
überdurchschnittlich großen Boab
Baumes
wurden in der Anfangszeit der Besiedlung dieser Gegend gefangene und
für den
Verkauf als Sklaven gedachte Aborigines eingesperrt.
Die
Landschaft hier sah im Übrigen nun wirklich so aus, wie man
sie sich in
Australien vorstellt. Die hier besonders zahlreich vorkommenden
Boabbäume
tragen dazu natürlich nicht unwesentlich dazu bei.
Am
Abend versuchte ich dann mit der zur Reise gehörenden
Telefon-Guthabenkarte in
Deutschland anzurufen, was sich als fast unmöglich
herausstellte. Die
Verbindung brach jedes Mal nach wenigen Sekunden ab. Normalerweise
hatten wir
ja für solche Telefonate eine australische
Vodafone-Prepaid-Karte fürs
Handy,
aber die nützte uns hier in der Wildnis überhaupt
nichts, kein Netz.
Also
musste unser Münzvorrat geplündert werden und siehe
da, so blieb die
Verbindung
dann auch stabil.