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Tunnel Creek und Geikie Gorge

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, packten wir unsere Siebensachen und fuhren weiter zum Tunnel Creek. Hier hat sich der Fluss auf gut 700 m seinen Weg durch eine Höhle im Fels gesucht. In der trockenen Jahreszeit soll man die Höhle begehen können, allerdings nicht gerade bequem, stellenweise muss man durch hüfthohes kaltes Wasser waten. Eine gute Taschenlampe, am besten eine Stirnlampe, ist ebenfalls absolut notwendig.

Das volle Abenteuer wollten wir nicht erleben, aber zumindest einmal soweit wie möglich in die Höhle hineinschauen und vielleicht ein paar Flugfüchse und anderes exotisches Getier sehen, das hätte uns gereicht.
Als wir ankamen, waren wir ganz allein. Der Weg hörte am Höhleneingang auf und man musste über große Felsblöcke klettern. In der Höhle stellten wir schnell fest, dass unsere tolle Taschenlampe nicht annähernd genug Licht für eine tiefer gehende Expedition lieferte.
Als Elke, die als Vorhut einen möglichen Weg suchte, dann auch noch ausrutschte und sich eine schöne Beule am Kopf holte, traten wir doch lieber den Rückzug an.
Nach ungefähr 70 Kilometern Fahrt auf der holprigen Leopold Downs Road trafen wir kurz vor Fitzroy Crossing wieder auf den asphaltierten Highway.
Unser nächstes Ziel war die Geikie Gorge, eine weitere malerische Schlucht.
Leider hatten wir die Bootstour gerade verpasst. Obwohl es sehr heiß war, unternahmen wir eine kleine Wanderung entlang des Flusses. Die Schäden des letzten Hochwassers waren noch nicht alle behoben, so dass wir nicht alle vorgesehenen Aussichtspunkte ansteuern konnten, dafür beobachteten wir wieder einmal Kängurus.

Anschließend fuhren wir zurück nach Fitzroy Crossing. Hierbei von einer Stadt zu sprechen, wäre nun wirklich die absolute Übertreibung: Tankstelle, Supermarkt, Sportplatz und ein schäbiges Motel – Ende.
Wir kauften im Supermarkt ein. Davor hielten sich viele, teils angetrunkene Aborigines auf. Ich würde schwindeln, wenn ich sagte, hier hätte ich mich wohl und sicher gefühlt. Aber offensichtlich waren doch alle harmlos, denn der sich am wildesten aufführende ältere Mann half uns, als uns beim Einpacken eine größere Münze unters Auto gefallen war. 
Nun lagen vor uns noch ca. 300 km Highway bis Halls Creek, wo wir per Internet ein Motelzimmer reserviert hatten.
Unterwegs legten wir am Rande einer alten Bauxitgrube noch eine Pause mit Cache ein. Nachdem ich mich dem Versteck auf dem umständlichsten Weg genähert hatte, musste ich feststellen, dass es leer war. Dann erspähten meine „Adleraugen“ am Boden der Grube, den zum Glück genau beschriebenen Cachebehälter. Es folgte eine leichtsinnige Klettertour, barfuss in rutschigen Sandalen über loses Geröll und durch stachliges Spinnifex-Gras.
Roadtrains
Offensichtlich hatte ein Dingo gehofft etwas Fressbares zu finden und die Tüte mit Inhalt aus ihrem Versteck gezerrt.
Der Aufstieg ging wesentlich schneller als der Abstieg und nachdem ich den Fund geloggt hatte, verbarg ich den Schatz wieder, diesmal aber wirklich „Dingosicher“.
In Halls Creek angekommen hofften wir, dass mit unserer Reservierung alles geklappt hatte. Das Motel war das Teuerste auf unserer Liste. Das lag aber wohl einfach daran, dass es das Einzige im Umkreis von 350 km war, bestimmt nicht an seiner Ausstattung, wenn man einmal vom ziemlich vornehmen Restaurant absieht.
Aber zumindest gab es einen Pool, so dass wir uns ordentlich abkühlen konnten. 

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