Am
heutigen Tag hatten wir nun eine recht kurze Etappe vor uns. Auf der
Strecke,
die wir von gestern noch kannten, fuhren wir nordwärts nach
Darwin. Auf
dem Weg
dahin suchten und fanden wir noch 3 Caches(hier, hier und hier). Davon hatten wir in den
letzten
Tagen ja überhaupt keine an unserer Strecke.
In
Darwin mussten wir uns dann langsam nach einer geeigneten
Autowaschanlage
umsehen. Denn wenn morgen das Auto abgegeben werden musste, sollte es
einigermaßen sauber sein, im Moment war es mit seinen
teilweise dicken
Krusten
weit davon entfernt.
Während
unserer Fahrt hatten wir hin und wieder einmal Selbstbedienungs
-Waschanlagen
gesehen, aber uns nicht weiter dafür interessiert. Wenn man
dann aber
anfängt so
etwas
dringend zu suchen,
kann das ganz schön nervenaufreibend werden. Aber
schließlich wurden
wir in der
Nähe des Flughafens doch noch fündig. Allerdings war
nur eine der vier
Boxen
hoch genug für unser Mobil. Es war schon erstaunlich, wie
viele
Schichten Dreck
wir abspülen mussten, bis der Wagen wieder ungefähr
so wie bei der
Übernahme
aussah.
Neben
der Waschanlage gab es einen McDonalds, so dass wir hier gleich noch
unser
Mittagessen einnehmen konnten.
Anschließend
fuhren wir noch rasch zum Flughafen, einfach um uns einen
Überblick zu
verschaffen, wo wir am übernächsten Tag abreisen
mussten und wie weit
er von
unserem Hotel entfernt war. Beim genaueren Studium unserer
Reiseunterlagen war
mir nämlich aufgefallen, daß unser vorausgebuchter
Transfer uns nur 45
Minuten
vor der Startzeit der Maschine nach Alice Springs am Hotel abholen
sollte. Das
stellte sich hiermit als zu knapp heraus, denn die Fahrtzeit alleine
betrug –
allerdings am Tage bei vollen Straßen - 30 Minuten. Also
würden wir uns
noch
mit der Shuttle-Firma in Verbindung setzen müssen.
Jetzt
fuhren wir erst einmal zu unserem Hotel, dem Mirambeena Resort, hier
bildete
ich mir ein, eine extragroße Suite gebucht zu haben, damit
wir
ausreichend
Platz hatten unsere Sachen nach dem Wohnmobilaufenthalt zu ordnen und
flugzeuggerecht in die Koffer zu packen. Die Bezeichnung Superior
Deluxe Room
versprach viel Platz. Leider stellte sich dieser Superior Room als
durchschnittlich
großes, aber sehr modern eingerichtetes Hotelzimmerchen
heraus. Wir
waren
ziemlich enttäuscht, hatten wir uns doch darauf gefreut uns
mal wieder
richtig
breit machen zu können. Wir hätten die Kategorie
Town-House buchen
müssen, um
zu bekommen, was wir eigentlich wollten. Die entsprechenden
Luxus-Bungalows
waren aber leider alle belegt.
Die
herrliche Hotelanlage mit ihren zwei traumhaften Pools
tröstete uns
aber recht
schnell über unser Missgeschick. Mit Ausnahme eines
einstündigen
Stadtrundganges
verbrachten wir den Rest des Tages im Wasser.
Auch
wenn Darwin die Hauptstadt des Nördlichen Territoriums ist,
ist es doch
eher
eine beschauliche Kleinstadt, die aber durchaus ihre Reize hat.
Große
touristische Attraktionen sind eher rar hier.
Immerhin
hatten wir von der täglichen Fischfütterung gelesen.
Jeden Tag kommen
mit der
Flut unzählige verschiedene Fische an den Strand bei Darwin
und werden
hier
gefüttert. Gegen einen kleinen Eintrittsobulus darf man
zusehen, den
Erklärungen lauschen und die Fische selbst mit
bereitgestellten
Toastbrotscheiben füttern. Da heute die Flut am
frühen Morgen kam, war
unser
erster Tagesordnungspunkt also klar. Es war ein recht interessantes
Spektakel,
die vielen Fische, aber auch die fütternden Menschen zu
beobachten.
Als
nächstes suchten wir uns einen Picknickplatz am Rande der
Stadt, wo wir
unseren
Bushcamper auch von innen auf Hochglanz brachten. Denn nun war es an
der Zeit,
uns nach 6815 gemeinsam zurückgelegten Kilometern von unserem
zuverlässigen
Gefährt zu verabschieden.
Die
Rücknahme verlief problemlos, ich erhielt sogar ein Lob
für die
Sauberkeit. Im
Gegensatz zum gewohnten Ablauf einer Mietwagenrückgabe, wo man
den
Schlüssel
abgibt oder gar nur in den Briefkasten wirft, wurde hier wirklich
genauestens
kontrolliert. Nach einer halben Stunde war die Inspektion dann
erfolgreich
beendet und ich spazierte in der drückenden Mittagshitze
zurück zum
Hotel.
Nach
der Mittagspause machten wir noch einen ausgiebigen Stadtspaziergang
mit Souvenireinkäufen
usw.. Anschließend suchte ich noch die Zentrale der
Flughafenshuttlefirma,
welche ich auch in einem Hinterhof unweit des Hotels fand. Als ich mich
mit
meinem Anliegen vorstellte, wusste die nette Dame sofort Bescheid, sie
war
gerade dabei gewesen, unsere Namen in den morgigen Tourenplan
einzutragen.
Besonders gut schien sie sich nicht auszukennen, was die Fahrzeit zum
Flughafen
und Check-In Zeiten betraf, dennoch gelang es mir, uns in einen Bus 90
Minuten
früher als geplant umbuchen zu lassen.