Am
Morgen sah die Welt dann schon wieder viel freundlicher aus. Ab und an
lugte
die Sonne zwischen den Wolken hervor. Das Auto war weder umgekippt,
noch hatte
der Regen unseren Standplatz unterspült. Der Boden um das Fahrzeug herum war mit
kleinen pelzigen
Raupen übersäht, beim besten Willen konnte man es
nicht verhindern,
einige von
ihnen zu zertreten.
Nach
dem Frühstück machten wir uns auf die letzten
Kilometer bis zu den
Pinnacles.
Nicht dass der Weg über Nacht besser geworden wäre,
der Regen hatte
gewaltige
Pfützen hinterlassen, aber ausgeruht und bei hellem Tageslicht
war
alles halb
so schlimm. Dann endlich erreichten wir die Asphaltstraße zum
Nationalpark. Tina
war außer sich vor Freude, sie musste einfach den Boden
küssen.
Nach
wenigen Minuten erreichten wir die Pinnacles, die wie erwartet
beeindruckend
aussahen. Da es noch relativ früh am Morgen war,
störten uns auch nicht
allzu
viele Leute.
Nachdem
wir uns satt gesehen hatten, fuhren wir weiter nach Cervantes. Auf
einem
Parkplatz am Meer, der sehr zu unserer Freude sogar über ein
einigermaßen
sauberes WC verfügte, machten wir eine kleine Pause. Im Sommer
wäre
hier
sicherlich die Gelegenheit zu einem schönen Bad im Meer
gewesen, aber
danach
war das Wetter noch nicht beschaffen.
Wir
fuhren weiter direkt an der Küste nach Norden, trafen
irgendwann auf
den Brand
Highway, der ebenfalls von Perth hier herauf führte und der
uns für die
nächsten Tage weiter nach Norden begleiten sollte.
Kurz
vor Geraldton bogen wir aber erst einmal ab, um unsere Mittagspause mit
einem
Cache zu verbinden. Dieser war
auch gut zu finden.
In
Geraldton verfuhren wir uns auf Grund einer großen Baustelle
erst
einmal. Als
wir dann den richtigen Weg aus der Stadt gefunden hatten, war es an der
Zeit,
die Tanks zum ersten Mal wieder aufzufüllen.
Bei
Northampton verließen wir den Highway Nummer 1 erst einmal
wieder und
bogen
nach Westen in Richtung Kalbarri Nationalpark ab.
Im
Ort Kalbarri gab es ein Best Western Hotel, für welches wir
zwar keine
Reservierung, aber wenigstens einen Gutschein hatten. Wir probierten
unser
Glück und bekamen auch ohne eine Reservierung ein passables
Motelzimmer
mit
Dusche und richtigen Betten. Außerdem erhielt ich an der
Rezeption noch
Hinweise, was wir uns unbedingt ansehen sollten. Auf keinen Fall
sollten wir
die Pelikanfütterung am nächsten Morgen
versäumen.
Wir
machten noch einen Abendspaziergang durch das Städtchen,
erledigten ein
paar
Einkäufe und schauten uns den Sonnenuntergang an. Am Strand
begegneten
uns
schon die Pelikane und riesige Schwärme von Rosakakadus
lärmten durch
den
Abendhimmel.