Um
das Pelikanspektakel nicht zu verpassen, frühstückten wir zeitig und
begaben
uns zum Strand. Dort versammelte sich bereits eine ganze Menge Menschen
und
auch viele Pelikane. Bald kam auch eine Dame vom Verkehrsbüro mit einem
großen
Eimer Fische. Sie erzählte über die Pelikane und die Tradition dieser
Fütterung. Danach bekamen die Vögel die Fische. Anschließend durften
einige
Kinder, dann Frauen und zum Schluss Männer den Tieren einen Fisch
hinhalten.
Alles in allem – Zirkus.
Die
Landschaft hier im Kalbarri-Nationalpark gefiel uns sehr gut, dennoch
mussten
wir uns auf 2 kleinere Punkte beschränken, da die Reise heute noch ein
paar
hundert Kilometer weiter gehen musste.
Zuerst
fuhren wir zum Red Bluff, einer beeindruckenden Felsenküste, wo wir
auch noch
einen Cache fanden.
Dann
fuhren wir in die Berge. Eine schöne Offroad-Strecke führte uns zur
Loop
(Schleife). Hier beschreibt der Fluss, der bei Kalbarri in den Ozean
mündet,
fast einen 360 Grad Bogen, den man von oben sehr schön betrachten kann.
Außerdem findet man hier das Window of the World – laut
Postkartenbildern ein
riesiges Felstor. Vom Parkplatz führt ein Wanderweg von ca. 1 km Länge
zu
diesen beiden Attraktionen. Auf dem Weg bekamen wir einen ersten
Eindruck von
der australischen Insektenwelt – insbesondere die Fliegen waren ganz
schön
hartnäckig. Der Hinweg führte leicht abwärts und bot einen guten
Einblick in
diese schöne Gebirgslandschaft. Bald war auch die riesige Flussschleife
zu
sehen, das Felstor noch nicht. Als wir uns dann umdrehten, standen wir
davor
und mussten erst einmal herzlich lachen. Die Postkarten übertrieben
schamlos!
Klar, interessant sieht das Felsloch schon aus, aber seine Höhe beträgt
halt
nur ungefähr einen Meter.
Unsere
weitere Fahrt führte zuerst zurück zum Highway Nr. 1 und dann nordwärts
bis zum
Overlander Roadhouse. Von dort ging es wieder etwas westlich in
Richtung
Hamelin. Am dortigen Parkplatz bekamen wir von einem urigen Typen erst
einmal
einen Packen Infomaterial zum hier beginnenden Naturreservat Shark Bay
in die
Hand gedrückt.
Auf
dem Parkplatz beobachteten wir einen Vogel, der immer wieder die
Spiegel der
geparkten Autos anflog und mit dem Kumpel, den er darin sah, spielte.
Eigentlich
waren wir hierher gekommen, um uns die Hamelin-Pools anzusehen – eins
der zwei
oder drei letzten Vorkommen von Stomatoliten. Diese gelten als eine der
ersten
Lebensformen auf der Erde und sollen durch die Produktion von
Sauerstoff die
weitere Entwicklung des Lebens erst ermöglicht haben.
Ein nett
gemachter
Lehrpfad führt entlang der verschiedenen Formen dieser unscheinbaren
Lebewesen.
Da
wir noch gut 100 km bis zu unserem Tagesziel vor uns hatten, hielten
wir uns
nicht allzu lange auf.
Auf
dem Campingplatz von Denham fanden wir einen schönen Stellplatz mit
direktem
Meerblick. So ganz lud das Wetter aber leider noch nicht zum Baden ein,
aber
ein schöner Strandspaziergang war allemal drin.