Als
erstes suchten und fanden wir heute am Stadtrand unterhalb einer
ungeheuer
großen Satellitenschüssel einen Cache, dann tankten wir unser
Fahrzeug
auf und
machten uns auf den Weg.
Kurz
nach Verlassen des Ortes überquerten wir eine große neue Brücke über
das vollkommen
ausgetrocknete Flussbett des Gascoyne River. An einer Infotafel
erfuhren wir,
dass im Sommer durch die Zyklone hier große Wassermassen landeinwärts
gedrückt
werden und dann alles weit und breit überflutet ist.
Am
Minilya Roadhouse ließen wir den Highway No. 1 rechts liegen und fuhren
auf
einer etwas kleineren Straße nach Coral Bay. Nach ca. 25 km überquerten
wir den
Wendekreis des Steinbocks und befanden uns nun in den Tropen – und sehr
warm
war es tatsächlich. Zeit für ein Bad. In Coral Bay, das aus 2-3
Hotelanlagen,
einem Campingplatz und einer Handvoll Geschäften besteht, parkten wir
unser
Auto am Strand, hoben quasi im Vorübergehen den nächsten Cache und stürzten
uns
erstmals in die Fluten des Indischen Ozeans. Das Wasser war angenehm
warm und
flach. Wenn wir mehr Zeit eingeplant hätten, könnten wir hier schon am
Nigaloo
Reef tauchen. Entsprechende Ausrüstung, vom Glasbodenkajak bis zum
Schnorchel,
konnte man an jeder Ecke ausleihen.
Nun,
wir waren noch ein bisschen ängstlich. Ein ziemlich großer,
aufdringlicher,
leuchtend blauer Fisch, der ständig um uns herum schwamm, vertrieb uns
letztlich. Man liest ja so viel über die gefährlichen Tiere hier... Das
war
sicherlich übertriebene Vorsicht, aber unsere richtigen
Meereserkundungen waren
eh für später geplant.
Da
wir ganz gut in der Zeit lagen, fuhren wir weiter in Richtung Exmouth
und Cape
Range National Park. Dort kamen wir durchgeschwitzt am frühen Abend an.
Am
Eingang zum Nationalpark folgte die Ernüchterung: sämtliche
Campingplätze im
Park waren restlos belegt und freies campieren ist im Nationalpark
nicht
erlaubt. Also mussten wir etliche Kilometer zurückfahren und auf einem
etwas
schäbig aussehenden Campingplatz auf halbem Wege nach Exmouth unser
Glück
versuchen. Die junge Frau an der Rezeption war besonders freundlich und
gesprächig. In einem 5-minütigem Kurzvortrag hatte sie uns alles, was
man sehen
musste, und das, worauf man eher verzichten könnte, erläutert. Zum
Schluss gab
es noch eine Warnung. In den letzten Tagen war es auf dem Campingplatz
vermehrt
zu Diebstählen gekommen. Wir könnten uns hinstellen wo wir wollten, nur
Platz
38 sollte bitte frei bleiben; die Leute wollten heute noch anreisen. So
unheimlich viele freie Plätze, wie diese Aussage vermuten ließ, gab es
dann
aber doch nicht. Wir fanden einen recht schönen Platz am Rand, in
ausreichender
Entfernung zum Dank der Hitze stark riechenden Sanitärtrakt. Am Abend
hatten
wir noch Gelegenheit, die neugierigen Vögel vor unserem Auto zu
beobachten.