Um
unsere Chance auf einen Campingplatz im Nationalpark zu vergrößern,
brachen wir
frühzeitig auf. Der Ranger am Eingang nannte uns die 3 oder 4
Campingplätze mit
freien Kapazitäten. Da wir nicht richtig vorbereitet waren und die
Vorzüge und
Nachteile der einzelnen Camps nicht kannten, entschied ich mich spontan
für das
Mesa-Camp. Unser Name und die Autonummer wurden per Funk
durchgegeben. Sollten wir uns nicht
innerhalb einer
Stunde im Camp melden, würde die Reservierung verfallen – harte Sitten.
Im
Camp wurden wir sehr persönlich begrüßt. Der Ranger nahm mich mit in
sein Zelt,
wir erledigten die Formalitäten und ich bekam noch ein paar Tipps. Dann
durften
wir uns eine Stellplatz aussuchen, der für die Zeit unserer Abwesenheit
mit
einem großen Schild gesperrt wurde.
Nun
brachen wir erst einmal zum Milyering Visitor Center auf. Dort liehen
wir uns
Taucherbrillen und Schnorchel aus. Tina und Elke bekamen einen
Sonnenhut in
Stoffausführung. Ich wollte unbedingt einen richtigen australischen
Lederhut;
den gab es aber, zumindest für meinen Riesenschädel, hier nicht.
Jeder,
mit dem wir uns unterhielten, sagte, dass ein Tauchgang an der
Turquoise Bay
ein unbedingtes Muss ist. Mit unserer Tauchausrüstung hatten wir auch
noch ein
Merkblatt erhalten, dass die genauen Ein- und Ausstiegspunkte der
Drift-Area
beschrieb. Das Schöne hier: mein steigt ins Wasser, schwimmt 3 Züge vom
Ufer
weg, taucht den Kopf unter und wird von der Strömung durch eine
traumhafte
Unterwasserwelt getragen. Man muss halt nur aufpassen, dass man sich
nicht zu
weit treiben lässt, denn die Strömung, die erst parallel zum Ufer
verläuft,
biegt dann plötzlich in Richtung offenes Meer ab und es ist fast
unmöglich,
dann aus eigener Kraft wieder an Land zu kommen.
Wir
verbrachten hier den ganzen Vormittag, dann wurde es zu heiß und die
Sonneneinstrahlung zu intensiv, so dass wir uns in unser Auto verzogen
und
damit ein Stück weiter durch den Nationalpark fuhren. Am Yardie Creek
endete
die asphaltierte Straße. Eine Furt führt hier durch den Fluss und auf
der
anderen Seite geht dann ein Allrad-Treck weiter, der sich bis zurück
nach Coral
Bay zieht.
Für
diese sicherlich hochspannende Tour fehlte uns die Zeit
und die
Flussdurchfahrt sah alles andere als harmlos aus. Deshalb begnügten wir
uns mit
einer kleinen Wanderung am Fluss entlang, die uns – wie könnte es
anders sein -
wieder zu einem Cacheversteck führte.
Die
Hitze wurde schnell unangenehm, so dass wir zusahen, wieder ins Wasser
zu
kommen. Im Laufe des Nachmittags tauchten wir noch an verschiedenen
Stellen,
doch die Tuquoise Bay vom Vormittag war nicht zu überbieten.
Nachdem
wir unsere Tauchausrüstung abgegeben hatten, fuhren wir zu unserem
Campingplatz
zurück und erkundeten hier die nähere Umgebung zu Fuß. Den
Sonnenuntergang
wollten wir uns von der nahe gelegenen Bergkette ansehen und dabei auch
gleich
den nächsten Cache finden.
Auf
unserer Fahrt dahin lief uns ein Riesenwaran über den Weg. Er war
leider so
schnell, dass wir kein brauchbares Foto von ihm machen konnten.
Am
Cache angekommen hatten sich auch schon Beobachter eingefunden –
Kängurus.
Auf
dem Campingplatz wurden wir schon von der Frau des Rangers erwartet,
die
dringend wissen wollte, wann wir abreisen, damit sie die Verfügbarkeit
des
Platzes weitermelden konnte.