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Die aufregende Rückreise

Am nächsten Morgen mussten wir sehr zeitig aufstehen, da wir um 8 Uhr am Flughafen sein wollten bzw. wegen der pünktlichen Mietwagenrückgabe, sein mussten. Für die ungefähr 70 km hatte ich reichlich 2 Stunden eingeplant. Wie es zuerst aussah, viel zu viel, denn so früh am Morgen herrschte fast noch kein Verkehr. Erst am Stadtrand von Neapel wurde es eng und enger auf der Autobahn. Dann musste ich mich entscheiden ob ich der Ausschilderung oder dem Navigationsgerät zum Flughafen folgen wollte. Leider entschied ich mich für das eigentlich immer verlässliche Gerät. Also ging es herunter von der Autobahn mitten in ein typisch italienisches Industriegebiet. Plötzlich verengte sich die Fahrbahn von 8 auf eine Fahrspur, es gab keine Beschilderung oder Fahrbahnmarkierung. Wenn man hier nicht frech drängelt, bleibt man wahrscheinlich hoffnungslos stecken, ein paar Erfahrungen hatten wir in den letzten Tagen ja doch schon gesammelt. Weiter ging die Fahrt durch Tunnel und stillgelegte Fabrikhallen ungeheuren Ausmaßes schließlich wieder auf die Autobahn. Vorn tauchte sogar ein Wegweiser zum Flughafen auf, doch um diese Abfahrt zu erreichen musste ich über alle sechs Fahrspuren nach rechts wechseln, als wir dort ankamen lag die Ausfahrt schon ein paar Meter hinter uns. Und jetzt wurde es richtig chaotisch, wir konnten nur auf der Autobahn bleiben, die nächste Ausfahrt kam erst in 6 km, es ging nur quälend langsam vorwärts und die Zeit verrann zusehends. Als wir die Autobahn dann endlich verlassen konnten, waren wir am anderen Ende von Neapel, die Auffahrt in der Gegenrichtung war nicht zu entdecken, also blieb uns nichts, als stur unserem elektronischen Helfer zu folgen und zu hoffen. Wir sahen so noch eine ganze Menge von der Stadt und näherten uns langsam wieder dem Flughafen. Als wir dann endlich fast an der Autovermietung angekommen waren, beschloss ich, nicht noch eine Stadtrundfahrt zu riskieren und fuhr in eine Einbahnstraße an die ich mich von unserer Ankunft noch gut erinnern konnte – entgegen der erlaubten Fahrtrichtung -auf den Parkplatz. Punkt 8 Uhr konnte ich so unser Auto gerade noch pünktlich abgeben. Der Rückflug und die Fahrt nach Dresden verliefen dann problemlos und 15 Uhr waren wir wieder zu Hause. 

Insgesamt hat uns diese Reise wieder sehr gut gefallen. Der Golf von Neapel mit seinen wunderbaren Landschaften ist auf alle Fälle eine Reise wert auch wenn uns die vielgepriesene Schönheit der Stadt Neapel verschlossen blieb. Vielleicht sollte man nicht unbedingt in der Hochsaison hierher fahren, denn dann soll alles total überlaufen sein. Oktober und April dürften meiner Meinung nach die idealen Monate für einen Besuch hier sein. Wenn man irgendwie auf ein Auto verzichten kann, sollte man das hier wirklich tun, der Nahverkehr funktioniert recht gut, wenn man allerdings flexibel sein will – muss man halt in den sauren Apfel beißen. Leider reichte unsere Zeit diesmal nicht für einen Besuch an der etwas weiter südlich gelegenen Amalfiküste am Golf von Salerno, aber soweit ist das ja alles nicht weg von hier...

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