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Die Anreise und Pompeji

 Für die Herbstferien 2005 haben wir ziemlich spontan einen Italienurlaub gebucht. Mit dem Billigflieger easyjet ging es in 2 Stunden von Berlin Schönefeld nach Neapel. Man mag über Billigflieger denken was man will, die Flugzeuge waren nagelneu und sauber, das Personal war nett. Und das Benzin für die Fahrt nach Berlin war teurer als der Flug nach Neapel. Allen Warnungen zum Trotz, in Neapel nicht mit dem Auto zu fahren, hatten wir einen Mietwagen gebucht und erhielten am Flughafen einen fast nagelneuen Fiat Panda, knapp 2000 km auf dem Tacho, 2 riesige Schrammen auf der Motorhaube und wirklich noch fabrikneu riechend. Dank unserem mitgebrachten Navigationssystem fanden wir auch den offensichtlich kürzesten Weg aus der Stadt heraus. Der führte über die Autobahn. An den Autobahnkassenhäuschen standen überall fliegende Händler, die CDs, Papiertaschentücher und was weiß ich noch verkaufen wollten. Neapel gehört nun mal zu den ärmsten Gegenden Westeuropas. Sicherheitshalber verriegelten wir unser Auto von innen verriegelt und brauchten uns nicht zu fürchten. So richtig schnell ging es auch auf der Autobahn nicht vorwärts, erstens herrschte dichter Verkehr und zweitens reihte sich eine Baustelle an die nächste. Der Vesuv über den Ruinen von Pompeju Bevor wir in unser Hotel fuhren, so früh am Morgen wäre unser Zimmer wahrscheinlich sowieso noch nicht frei, wollten wir gleich das antike Pompeji besichtigen. Noch vorher suchten wir allerdings einen Supermarkt, um uns mit den nötigsten Lebensmitteln für die
nächsten 3 Tage einzudecken. Bei dieser Gelegenheit lernten wir den chaotischen süditalienischen Verkehr dann gleich von seiner härtesten Seite kennen – dachten wir. Nachdem wir an den historischen Stätten von Pompeji vorübergefahren waren – immer den Wegweisern zum Supermarkt folgend, fanden wir letztlich auch einen schönen großen SuperSpar. Dann ging es ca 5km zurück nach Pompei, dort war der Verkehr inzwischen noch dichter und chaotischer geworden. Aber schon auf der Hinfahrt hatten wir Ausschau nach geeigneten Parkplätzen gehalten. Also folgten wir dem Winken eines freundlichen jungen Mannes, der sich,um uns das Linksabbiegen auf seinen Parkplatz zu ermöglichen, einfach mitten auf die Straße stellte und den Gegenverkehr – freundlich lächelnd- blockierte. Der Parkplatz stellte sich als relativ schmale Zufahrt zu einem Restaurant heraus, wo wir unser kleines Auto aber gut am Rand abstellen konnten. Wir einigten uns mit dem jungen Mann auf einen Parkpreis von 7 Euro, die aber entfallen würden, wenn wir im Restaurant etwas essen oder trinken würden. Im Moment stand uns der Sinn zwar nicht danach, aber vielleicht nach der Besichtigung. Natürlich wollte er uns noch geeignete Lektüre für den Rundgang durch Pompeji verkaufen, aber als ich meinen mitgebrachten Reiseführer zückte, war er auch zufrieden. Nun sahen wir uns in den beeindruckende Ruinen um. Wir hatten gelesen, dass man für eine Besichtigung hier möglichst einen Tag einplanen sollte. So viel Zeit wollten wir uns eigentlich nicht nehmen, mussten aber fest stellen, dass das Areal wesentlich größer war als vermutet. Da wir eh nicht alles sehen konnten, pickten wir uns ein paar Highlights heraus. Auch wenn man kein Archäologe ist – beeindruckend ist diese am 24. August 79 verschüttete und seit 1748 wieder ausgegrabene Stadt schon – und zwar gewaltig. Nach ungefähr 3 Stunden waren wir dann allerdings derart fußlahm, dass wir nur noch zum Auto wollten und dann auf dem schnellsten Weg ins Hotel. Also bezahlten wir unsere 7 Euro und stürzten uns wieder in den Verkehr. Bis nach Sorrent war der wieder sehr dicht. Kurz vor Sorrent legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp ein um den Blick über den Golf von Neapel zu genießen.

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